Konzeption der Ruderriege PDF Drucken
Von: Guido Höltke, Reinhard Hammerschmidt   

Fördern und Fordern in der Ruderriege

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Seit nunmehr über 40 Jahren ist die schuleigene Ruderriege ein wichtiger Bestandteil des Sportangebotes des Herder-Gymnasiums. Den interessierten Schülerinnen und Schüler wird in dieser Arbeitsgemeinschaft in Zusammenarbeit der Schule mit dem Bessel-Ruder-Club ein breites Spektrum angeboten. Dieses reicht vom Erlernen der Grundtechnik des Ruderns bis zur Ausübung der Sportart als Leistungssport einerseits oder bis zur regelmäßigen Teilnahme an Breitensport-Angeboten und Wanderfahrten andererseits.

Mit unterschiedlichem zeitlichen Einsatz, der von einmal in der Woche bis hin zu täglichem Training reicht, lernen die Schülerinnen und Schüler in der Ruderriege den Rudersport in seiner Gesamtheit kennen.

1. Pädagogisches Konzept

Außerunterrichtliche Arbeitsgemeinschaften wie das Rudern sind aufgrund der großen pädagogischen Relevanz fest in den Richtlinien des Faches Sport verankert.

Die Ruderriege des Herder-Gymnasiums ist mit einer Mitgliederzahl von ca. 80 Aktiven eine sehr große Arbeitsgemeinschaft. Allein von den betreuenden Lehrern kann ein reibungsloser Ablauf nicht garantiert und dieses breite Spektrum an Aktivitäten nicht angeboten werden. Deshalb ist es nötig und es wird von den Lehrern auch gefordert, dass ältere Schülerinnen und Schüler Verantwortung für die Betreuung und Ausbildung jüngerer Rudererinnen und Ruderer übernehmen. Gleichzeitig trägt dieses Konzept dazu bei, dass die Selbstständigkeit und Hilfsbereitschaft der Älteren stark gefördert wird. Diese übernehmen Verantwortung für das erfolgreiche Lernen und eine Vorbildfunktion gegenüber Jüngeren. Normaler Sportunterricht in der Schule kann diese Förderung der sozialen Kompetenzen i.d.R. nicht in dem Maße leisten. Viele Oberstufenschüler sind dazu bereit, sich weit über das normale Maß heraus zu engagieren, sich weiterzubilden und auch über die Schulzeit hinaus den jüngeren Ruderinnen und Ruderern mit viel Tatkraft zur Seite zu stehen.

2. Allgemeine Ruderriegenarbeit

Neben dem Training der Älteren steht in der Ruderriege besonders die allgemeine Ausbildung der Ruderanfänger ab Klasse fünf im Vordergrund. Der pflegliche Umgang mit dem sehr teuren und empfindlichen Rudermaterial, aber auch mit der Natur und dem eigenen Körper ist Bestandteil dieser rudersportlichen Grundausbildung. Ferner lernen die Schülerinnen und Schüler, auf andere Rücksicht zu nehmen, sich einzuordnen in eine Gruppe, sich gegenseitig zu helfen und mit Ausdauer und Durchhaltevermögen ein Ziel zu verfolgen.

Den Höhepunkt eines jeden Ruderjahres bildet das seit Jahrzehnten stattfindende Ruderlager des Herder-Gymnasiums in Ratzeburg. Alle Ruderinnen und Ruderer haben ab dem zweiten Ausbildungsjahr jährlich die Gelegenheit im Mai eine Woche in dieses Ausbildungs- und Trainingslager zu fahren.

Den Ruderanfängern wird im Sommer des ersten Ruderjahres seit mehreren Jahren ein Wochenend-Ruderlager in Rinteln angeboten.

Filmnächte am Bootshaus, Ausflüge zum Schwimmen, kleine Ruderlager am Bootshaus und weitere gemeinsame, auch außerruderische Veranstaltungen runden das Angebot der Ruderriege ab.

3. Teilnahme an Wettkämpfen/ Wettkampftraining

Ein Ziel der Ruderriege ist die Teilnahme an Schülerregatten und dem Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ und für die etwas ambitionierteren Ruderinnen und Ruderer auch die Teilnahme an Regatten des Deutschen Ruderverbandes. In den letzten Jahren konnten Schülerinnen und Schüler des Herder-Gymnasiums so zahlreiche Treppchen-Platzierungen bei Landes- und Bundeswettkämpfen erreichen und einige wurden sogar in den Landeskader berufen.

Unter der Anleitung von Lehrern, Übungsleitern und älteren Schülern wird dazu auf dem Wasser, am Bootshaus, in der Sporthalle oder im Kraftraum zielgerichtet die Technik, die Physis und die Motorik trainiert. Die Schülerinnen und Schüler werden gefördert und eine entsprechende Leistung auf den Wettkämpfen gefordert.

Herder-Gymnasium Minden