| Bundessieg in Berlin |
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| Von: Guido Höltke | |
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Nach 25 Jahren wieder ein Bundessieg
Drei Rennen, drei unangefochtene Siege: Die Ruder-Mädchen des
Mindener Herder-Gymnasiums machten gestern in Berlin-Grünau in
souveräner Manier deutlich, wer in ihrer Bootsklasse derzeit die Nr. 1
in Deutschland ist.
Was sich bereits im Vorlauf am Dienstag angedeutet hatte, wurde gestern Wirklichkeit. Mit ihrem Final-Triumph holten Juliane Dammann, Anna-Lena Warning, Inken Neppert, Johanna Weiß und Steuerfrau Vanessa Mohme erstmals seit 25 Jahren wieder einen Bundessieg beim Schulsport-Wettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" für ihre Schule. Zugleich war es der erste Triumph für das Mindener Schulrudern seit 1998. Ebenfalls zum Sieg, allerdings im "kleinen Finale" um die Ränge 7 bis 12 skullten gerade in dem Augenblick, in dem der ehemalige Einer-Weltmeister Marcel Hacker den Herder-Mädchen ihre Siegermedaillen umhing, die Herder-Jungen um Amerika-Heimkehrer Christian Brill, mit dem Philip Berg, Felix Eisberg, Tonn Rüter und Steuerfrau Stefanie Bauer im Boot saßen. Die Herder-Ruderinnen ihrerseits hatten in ihrem Halbfinale ihre Form aus dem Vorlauf eindrucksvoll untermauert. Schon nach 600 der 1000-Meter-Strecke war der neuerliche Sieg im Gig-Doppelvierer in trockenen Tüchern. Kontrolliert und Kräfte sparend brachte das Quintett das Rennen vor Hessen-Meister Albert-Schweitzer-Schule Kassel nach Hause. In der anderen Vorentscheidung setzte sich Dauerrivale Ratsgymnasium Osnabrück erst nach hartem Kampf vor der Sportschule Potsdam (Brandenburg) durch. Dafür mussten die Niedersächsinnen dann im Finale bitter bezahlen. Statt zu einer echten Herausforderung für die Schützlinge von Herder-Protektor Guido Höltke zu werden, standen die "Rats"-Mädchen am Ende als Vierte mit leeren Händen und Trauertränen neben dem Siegerpodest. Neben den Mindenerinen, die bei Fingernägeln, Socken und Boot "Heino" ganz auf die Farbe Pink gesetzt hatten, und im Endlauf nach 3:49,70 Minuten mit einer Bootslänge Vorsprung ins Ziel kamen, standen dann die Hessinnen aus Kassel (3:51,67) und Potsdam (3:54,53) auf dem Treppchen. Für Osnabrück wurden 3:56,85 Minuten gestoppt. Auch von einer viertelstündigen Wartezeit an den Startboxen, die die Wettkampfleitung unmittelbar vor diesem vierten Rennen des Tages verordnet hatte, weil der neue, enger gefasste Zeitplan aus den Fugen geraten war, ließen sich die Mindenerinnen nicht nervös machen. Den Parforceritt der Organisatoren durch den Endlaufplan bekamen dann auch die Siegerinnen von der Schachtschleuse zu spüren. Nicht alle Freunde und Eltern kamen dazu, die Siegerinnen auf dem "Stockerl" abzulichten. Unmissverstäandlich war die Aufforderung der Jury, Platz zu machen für die nächste Zeremonie. Danach dauerte es dann nicht mehr lange, bis es im Mindener Lager feucht wurde. Erst spritze der von manchen Eltern "vorsorglich" gebunkerte Sekt, dann gab es für die erfolgreichen Steuerleute das obligatorische Bad im Erfolgswasser der Dahme. Das indes wurde so ausgweitet, dass hernach nicht nur alle mit Medaillen geschmückten Mindener Sportler pudelnass waren, sondern auch die Jung-Protektoren Guido Höltke und Martin Meier. |